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Ringen Auswärtskampf beim KSV Tennenbronn endet mit einer Niederlage 16 : 15

| Ringen

Doch hätten wir einen Sieg verdient gehabt?

Samstag, 09.10.2021 – Zu Gast beim KSV Tennenbronn

Ja liebe Fans, das ist die Gretchenfrage. Super gekämpft, aber gegen einen stärkeren Gegner verloren oder einen Sieg verschenkt? Doch dazu später mehr …

Da die 57 KG Gewichtsklasse leider weiterhin unbesetzt ist (ACHTUNG, dies aber nur noch für 2 Kämpfe) mussten wir mit neun Ringern die Reise nach Tennenbronn antreten. Das dies ein schwerer Kampf werden würde, war allen klar. Und klar war auch, dass alle unsere Ringer ihr Optimum abrufen müssen, damit wir den Sieg mit nach Hause nehmen.

Und sieben von uns haben dies auch gemacht. Sie haben gekämpft bis zur letzten Sekunde. Gefightet was das Zeug hält. Und diese sieben Ringer haben uns letztendlich durch ihr Können und ihr Kämpferherz auf die Siegerstrasse geführt. Aber solch ein Mannschaftskampf in Tennenbronn in einer kleinen gut gefüllten Halle, welcher zu jeder Zeit vom jeweiligen Stand des Mannschaftskampfes Spitz auf Knopf steht, solch ein Mannschaftskampf braucht halt super Leistungen von ALLEN Teammitgliedern und nicht nur von sieben.

Damit ihr das kurz nachvollziehen könnt, hier die Abfolge der Mannschaftspunkte:

  1. Kampf: 4 : 0 Tennenbronn (57 KG)
  2. Kampf: 4 : 4 Ausgleich (Sieg Tamas Attila – technisch einwandfrei und souveräner Sieg)
  3. Kampf: 4 : 8 Schriesheim (Sieg Munteanu Virgil – sehr schöne Techniken gezeigt)
  4. Kampf: 8 : 8 Ausgleich (Niederlage Machsudi – Danke, danke Milad für Deine immerwährende Unterstützung)
  5. Kampf: 8 : 9 Schriesheim (Sieg Asan – Bravo! – ganz toll gekämpft – die Niederlage gegen Dobri letzte Woche komplett weggesteckt – absolut sehenswerter Kampf)

Pause

  1. Kampf: 10 : 9 Tennenbronn (Niederlage Caras – Katastrophe Nummer 1)
  2. Kampf: 10 : 13 Schriesheim (Sieg Berenhardt – Zwar Pflichtvierer, aber sehr gut herausgerungen)
  3. Kampf: 10 : 15 Schriesheim (Sieg Moradi – lustlos, kraftlos – Katastrophe Nummer 2)
  4. Kampf: 12 : 15 Schriesheim (Niederlage Testas Luciano – wie kalkuliert nur knapp verloren, aber wirklich toll für das Team gekämpft)
  5. Kampf: 16 : 15 Tennenbronn (Niederlage Furkan gegen den bärenstarken Fabian Reiner – heute war da nix zu holen, aber tapfer gewehrt – so will ich das sehen – bedingungsloser Einsatz, auch wenn es mal nicht mit dem Sieg klappt)

Endstand 16 : 15 Tennenbronn

Da wurde es keiner Seite langweilig. Die Zuschauer immer im Wechsel zwischen Hoffen und Bangen. Abgesehen von unserer Niederlage war auch dieser Mannschaftskampf eine ganz tolle Werbung für unseren Ringsport.

Und wieder haben wir nur hauchdünn verloren. Ähnlich wie letzten Sonntag gegen Weitenau-Wieslet. Und wieder waren zwei Ringer dafür verantwortlich. Nicht der Schiedsrichter, welcher nebenbei bemerkt noch nicht einmal im Ansatz eine ordentliche Leistung ablieferte, nicht ein Erdbeben, nicht ein Waldbrand und nicht sonstige Umstände. Nein, einzig verantwortlich waren unser beiden kraft- und techniklosen Ringer Caras Alexandru und Rahmatullah Moradi. Wäre ich nicht dabei gewesen, hätte ich das nicht geglaubt.

Caras führte nach 3 Minuten souverän mit 5 : 0 technischen Punkten. Sein Gegner Lukas Brenn ein guter Mannschaftsringer, jedoch kein permanenter Siegringer auf Seiten von Tennenbronn. Doch dann folgte der komplette Verlust von Technik und Kondition. Regelrecht auseinandergenommen von seinem Gegner verlor Caras noch mit 8 : 5 technischen Punkten. Er gab in 3 Minuten 8 (Acht) technische Punkte ab. Keine Gegenwehr mehr von ihm. Keine Technik, welche er einsetzen konnte. Keine Kraft mehr zur Verfügung. Nicht in der Lage seinen deutlichen Punktevorsprung heimzusteuern, nein, nein, nein. Durch diese Glanzleistung mussten wir 2 ganze Mannschaftspunkte an Tennenbronn abgeben. Unfassbar.

Und unglaublicher Weise hatten wir dennoch zumindest ein Unentschieden weiterhin in der Hand. Es musste nur noch Berenhardt eine 4 holen, Luciano nur knapp verlieren und Rahmatullah Moradi die absolut realistisch möglichen 3 Mannschaftspunkte einfahren. Und so kam es dann auch. Wladimir 4er Sieg. Testas ganz knappe Niederlage. Soweit noch alles gut. Aber dann: Auftritt Moradi. Tja liebe Fans wie soll ich das beschreiben. Nach knapp 2 Minuten war die Luft bei ihm komplett raus. Keine Anstalten mehr die absolut notwendigen 3 Mannschafstpunkte zu erkämpfen. Keine genaue Ahnung, ob es an der mangelnden Kondition oder an seiner in letzter Zeit oft gezeigten Lustlosigkeit lag. Letzten Endes verharrte Rahmatullah, beinahe Bewegungslos die letzten Minuten auf der Matte. Aus, basta. Er hatte ja mit 7 : 2 technischen Punkten gewonnen. Na ja, die Mannschaft halt nicht. Zwei ganze Mannschaftspunkte aus diesem Kampf waren eindeutig zu wenig. Viel zu wenig. Eine absolut ungenügende Leistung und kein Spur von Teamgeist.

Und somit hatten wir diesen Mannschaftskampf mit 16 : 15 verloren.

Und um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja ein Sieg wäre absolut verdient gewesen, doch dank der Nicht-Leistung von Caras und Moradi konnten deren Teamkameraden nicht die verdienten Lorbeeren ernten.

Liebe Fans, seht es mir nach, wenn meine Berichte ab und an etwas hart in der Beurteilung rüber kommen, doch wenn man wie ich aus einer anderen Ringerzeit kommt, wo nicht der schnöde Mammon den Sport regierte. Einer Zeit wo man seinen Sport ausübte, weil man seinen Sport liebte. Einer Zeit in der die Ringer mehr als einen Griff konnten. Einer Zeit in der man sich im Training wirklich quälte. Einer Zeit in der der Teamgeist das Höchste war, dann liebe Fans könnt ihr hoffentlich nachvollziehen, dass das was sich heute (vor allem bei uns in Schriesheim) wiederholt auf der Matte abspielt, nicht „mein“ Ringen mehr ist. Am letzten Samstag war ich echt fassungslos was sich Rahmatullah und Caras auf der Matte geleistet haben. Da kann und will ich gar nicht wegsehen. Und ein bloßes Schönreden habt vor allem ihr, liebe Fans, absolut nicht verdient.

Sieben Ringer haben gekämpft und um jeden einzelnen Punkt gefightet. Sieben Ringer waren in einer guten körperlichen Verfassung. Sieben Ringer waren Team-Ringer. Aber sieben Ringer reichen halt leider nicht, denn das gesamte Team besteht aus zehn Ringern.

Ich kann nur hoffen, dass gerade diese beiden Ringer kommende Woche in unserem ersten Heimderby sich auf ihr Können besinnen und auf der Matte um ihr Leben ringen, damit das Team erfolgreich ist. Denn liebe Fans, auch wenn Nieder-Liebersbach momentan Schlußlicht in der Tabelle ist, ein Selbstläufer gibt das auf keinen Fall. Nieder-Liebersbach wird sich wehren gegen unsere Jungs. Sie werden garantiert nicht ohne Gegenwehr von der Matte gehen. Und genau dieser Wille zum Sieg, genau den brauchen wir auch. Vor allem weil die Geschichte zeigt, dass Derbys ihre eigene Geschichte schreiben.

Doch wie immer werden wir auf das Beste hoffen und uns auf das Schlimmste vorbereiten (grins).

Nachstehend noch unsere Vorschau auf das erste Lokalderby gegen den Oberligameister_2019 und Aufsteiger in die Regionalliga BW_2021, der SVG Nieder-Liebersbach.

Vorschau 5. Heimkampf:
KSV Schriesheim – SVG Nieder-Liebersbach am Samstag, den 16.10.2021 – Einlass 18.00 Uhr – Kampfbeginn 19.30 Uhr – Mehrzweckhalle Schriesheim – Eingang über KSV Halle/Bachseite.

Bleibt gesund und uns gewogen.
Abteilungsleiter Ringen
Peter

 

 

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