Knappe Heimniederlage zum Saisonabschluss

Vor großer Kulisse absolvierten die Ringer gestern Abend ihren letzten Kampf in der Regionalligasaison 2018. Die als Tabellenführer und Meisterschaftsanwärter angereisten Gäste der RKG Reilingen/Hockenheim erwiesen sich an diesem Abend als das insgesamt etwas stärkere Team. Mit ihrem 18:15-Erfolg konnten sie am Ende unter dem Jubel ihrer zahlreich mitgereisten Fans die Regionalligameisterschaft, verbunden mit dem Aufstieg in die Bundesliga, feiern. Zuvor boten die Hauptakteure auf beiden Seiten klasse Ringsport und kämpften aufopferungsvoll um jeden Punkt für ihr Team. Für den KSV hat sich durch die Niederlage nichts an dem zuvor schon feststehenden 3. Tabellenplatz geändert. Wir gratulieren auch an dieser Stelle nochmal unseren Sportfreunden von der RKG zur Meisterschaft und zum Aufstieg.

Vor Kampfbeginn konnte Abteilungsleiter Marc Hartmann aus dem Erlös von unserem Adventsmarkt dem Vertreter der Initiative „Ein Kiwi gegen Krebs“, Markus Keck, einen Spendenscheck in Höhe von 200,- € übergeben.

Danach ging es dann auf der Matte mit dem Hauptevent des Abends los. In der Klasse bis 57 kg Greco musste Deniz Güvener stilartfremd gegen den bärenstarken Daniel Layer antreten. Der Kampf lief von Anfang an leider nicht gut für Deniz. Am Ende musste er mit einer Schulterniederlage den Gästen die vollen 4 Mannschaftspunkte überlassen.

Im Limit bis 130 kg kam es dann zum Revanchekampf der Vorrunde zweier Kontrahenten, die sich damals im Limit bis 98 kg gegenüberstanden. Dzhambulat Ustaev gegen den RKGler Ali Shah Azimzada. Der Reilinger erwies sich gegenüber dem Hinkampf in erheblich besserer Verfassung. Es wäre auch vermessen gewesen, zu glauben, dass „Dzhambo“ seinen Husarenstreich vom Vorkampf, als er Azimzada nach 2 Minuten mit technischer Überlegenheit besiegte, wiederholen könnte. Dieses Mal entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe, der über die volle Kampfdauer von 6 Minuten ging, an deren Ende Dzhambulat einen verdienten 6:2 Punktsieg feiern durfte.

Im anschließenden Freistilkampf bis 61 kg bot die RKG, wie erwartet, wieder „Altmeister“ Christoph Ewald auf. Gegen ihn hatte der wieder eingesprungene Alexander Hirth, trotz eines äußerst engagiert geführten Kampfes, alle Hände voll zu tun. Leider war nach 4 ½ Minuten Kampfzeit seine Mühe umsonst gewesen, die drohende Niederlage durch technische Unterlegenheit abzuwenden.

In der Klasse bis 98 kg Greco hatte es Attila Tamas mit einem äußerst passiv eingestellten Evgenij Titovski zu tun. Irgendwie gelang es diesem über die volle Kampfzeit zu kommen und Attila „nur“ einen 12:0-Sieg zu überlassen. Sehenswert wieder einmal ein spektakulärer Wurf, für den Attila eine 5-er-Wertung zugesprochen bekam.

Im anschließenden letzten Kampf vor der Pause sprang Kerim Ferchichi für den verletzten Ceyhun Zaidov in die Bresche. Leider konnte Kerim seinem Gegner nicht wirklich etwas entgegensetzen und musste dessen Überlegenheit anerkennen.

Bei einem Pausenstand von 12:5 für die RKG war wohl auch den größten Optimisten klar, dass man mit der ersten Heimniederlage in dieser Saison rechnen musste.

Nach der Pause eröffnete dann Rahmatullah Moradi gegen Thilo Dicker im Limit bis 86 kg Freistil die 2. Kampfhälfte. Rahmatullah konnte hierbei seinen Gegner permanent unter Druck setzen und am Ende mit einem 8:0-Sieg 3 Mannschaftspunkte für den KSV verbuchen.

Bei einem Zwischenergebnis von 12:8 kam es dann zu einem weiteren Leckerbissen für die Zuschauer. In der Klasse bis 71 kg Freistil stand Shamil Ustaev dem um eine Gewichtsklasse aufgerückten Spitzenringer der RKD, Igor Chichioi, gegenüber. Nach verhaltenem Beginn gelang es hierbei Shamil mit zunehmender Kampfdauer immer öfter, den Kampf zu bestimmen und die Akzente zu setzen. Nach 6 mitreißenden Minuten, in denen beide Akteure jeden Punkt bis zum letzten auskämpften, stand für Shamil ein umjubelter 9:0-Punktsieg zu Buche. Somit war der KSV vor den beiden abschließenden Begegnungen in der 75-kg-Klasse auf 12:11 herangekommen. Da wir aber im Limit bis 80 kg Greco keinen Ringer stellen konnten zog die RKG gleich wieder auf 16:11 davon.

Im anschließenden Kampf bis 75 kg Greco musste Jan Steffan unbedingt gewinnen, wollte der KSV wenigstens noch eine Chance auf ein Unentschieden haben. Gegen den äußerst routinierten und stabilen Christian Schöfer konnte man im Lager des KSV jedoch maximal auf eine Überraschungsaktion hoffen. Wie zu erwarten spielte der RKGler seine ganze Routine und körperliche Überlegenheit aus und brachte nach 6 Minuten mit seinem 7:0-Punktsieg, gleichbedeutend mit weiteren 2 Mannschaftspunkten, die RKG endgültig auf die Siegerstraße.

Im letzten Kampf des Abends brannte dann Dawid Wolny gegen Robin Keck wieder einmal ein wahres Feuerwerk ab. Nach knapp 2 Kampfminuten feierte er in der Klasse bis 75 kg Freistil einen technischen Überlegenheitssieg.

Nach dem Kampf feierten dann aber nicht nur die RKGler ihre Meisterschaft. Auch in der KSV-Halle war noch lange nicht Schluss. Zahlreiche Fans feierten noch mit den Helfern und den Sportlern bis zum frühen Morgen eine tolle Saison.

R.S.