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Ringer-Saison_2020 der Regionalliga BW findet nicht statt

| Ringen

Liebe Fans unseres Ringsport,

nach vielen internen und vereinsübergreifenden Gesprächen hatten auch wir uns entschlossen der Saison_2020 der Regionalliga Baden-Württemberg eine Absage zu erteilen.

Wir bedauern dies wirklich sehr und bitten Euch, unsere Fans, unsere Helfer, unsere Freunde und Gönner und unsere Sponsoren, aufrichtig um Euer Verständnis.

Diese Absage haben wir gemeinsam mit unseren befreundeten Nachbarvereinen, der SVG Nieder-Liebersbach und dem ASV Ladenburg, erarbeitet.

Daher veröffentlichen wir heute auch die gemeinsam erstelle Presseerklärung der 3 Vereine, in welcher sich unsere Begründung und der zeitliche Ablauf wiederspiegelt.

Gemeinsame Erklärung zur „Absage der Ringerregionalligasaison_2020 ARGE Baden-Württemberg“

Am 24.06.2020 haben die 10 Vereine der Regionalliga BW online über das Pro oder Contra einer Durchführung der Saison_2020 ihr jeweiliges Votum abgegeben. Das Ergebnis war, dass 4 Vereine für und 6 Vereinen gegen eine Durchführung gestimmt haben. Als konsequente Folge dieser demokratischen Entscheidung, sagte das Präsidium der ARGE Regionalliga BW die Ringersaison_2020 offiziell ab. Wir, die 3 nordbadischen Vertreter ASV Ladenburg, SVG Nieder-Liebersbach und der KSV Schriesheim, haben unisono für eine Absage der Saison abgestimmt. Zuvor hatten wir uns in einer gemeinsamen Gesprächsrunde am 17.06.2020 auf eine gemeinsame Haltung geeinigt.

Der ausschlaggebende Grund war und ist auch heute noch, unsere Verantwortung für die Gesundheit aller möglichen Beteiligten einer Ringersaison (Sportler, Besucher, Helfer, Kampfrichter, Ordner, sowie den damit einhergehenden Familien) und die bislang ungeklärten Fragen zur Haftung des jeweils veranstaltenden Vereins bei den Heimkämpfen. Diese Verantwortung teilt sich in zwei Wege auf.

Zum einen in den rechtlichen Weg „wer haftet im Falle einer Infektion für deren Folgen?“. Diese Frage ist bis heute de facto völlig ungeklärt. Letzten Endes werden sich solche Haftungsfragen erst dann tatsächlich beantworten lassen, wenn solch ein Infektionsfall irgendwann einmal vor Gericht verhandelt wird. Doch können die Verantwortlichen von Vereinen solch ein aktuell unkalkulierbares Risiko tragen? Wir 3 Vereine haben uns dies selbst mit einem klaren Nein beantwortet.

Zum anderen gibt es noch die persönliche, sprich die moralische Verantwortung aller Verantwortlichen. Diese wurde bislang noch nicht in die Öffentlichkeit getragen. Liebe Mitglieder, Fans und Leser, nehmt einfach mal an, dass wir uns für eine Durchführung der Saison entschieden hätten. Wir träfen alle vorgegebenen Maßnahmen, laden Euch alle zu den Kämpfen ein und öffnen unsere Hallen. Und dann tritt dieser 1 immer mögliche Infektionsfall, trotz aller Vorkehrungen ein. Und nehmt weiter an, dass dieser Infizierte schwere gesundheitliche Folgen davon trägt.

Was dann?

Abseits aller möglichen juristischen Folgen, verbleiben die Verantwortlichen, sprich WIR. Wir, die trotz besseren Wissens der immer drohenden Gefahr einer Infektion, unsere Hallen geöffnet haben. Wie würde sich solch ein Fall auf uns selbst auswirken? Könnten wir dann unsere moralische Verantwortung für die Gesundheit Aller einfach ignorieren und die Durchführung einer Saison damit rechtfertigen, dass solche Infektionsfälle halt einfach geschehen? Auch hier waren sich alle beteiligten Verantwortlichen schnell einig, dass unsere moralische Verpflichtung für das Wohl unserer Mitglieder und deren Familien, über unserer Leidenschaft für das „Ringen“ stehen muss.

Der finanzielle Aspekt und den damit einhergehenden möglichen Gefahren für unsere Vereine, war natürlich auch ein Grund. Jedoch war er wahrlich nicht der ausschlaggebende Grund.

In Summe hat alles Voranstehende den ASV Ladenburg, die SVG Nieder-Liebersbach und den KSV Schriesheim dazu bewogen schweren Herzens die Saison_2020 abzusagen und dieses Mal unser Ringerherz zu ignorieren.

Vernunft war der Sieger dieser gemeinsamen Entscheidung.

Herzlichst die Vorstände und Abteilungsleiter Ringen aller 3 Vereine

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