Deutlicher Sieg im Derby

 

 

 

 

06.10.2018 | Ringen

Schriesheim besiegt im Derby den SRC Viernheim überraschend deutlich

 

Die letzte Ligabegegnung des KSV Schriesheim gegen den Lokalrivalen SRC Viernheim liegt bereits einige Jahre zurück, sodass die nordbadischen Ringerfans lange Zeit auf dieses Derby zu warten hatten. 2011 trennte man sich im letzten Kampf der Saison der 2. Bundesliga mit 36:0. Bereits im Vorfeld war klar, dass dieser Klassenunterschied längst der Vergangenheit angehört, und sich zwei gleichwertige Gegner auf der Matte gegenüber stehen würden. Aufgrund dieser sportlichen Brisanz, sowie des alljährlichen Oktoberfests des KSV Schriesheim wurde die Begegnung in die größere städtische Mehrzweckhalle verlegt, was auch angesichts des angereisten SRC Fanblocks die absolut richtige Entscheidung darstellte.

Sportlich war im Vorfeld viel diskutiert worden, und das Trainerteam um Kai Dittrich beschloss eine taktische Umstellung in den hohen Gewichtsklassen, um ideal auf den SRC Viernheim eingestellt sein. Attila Tamas kehrte in die Mannschaft in der Gewichtsklasse bis 130 kg zurück, wodurch Ionel Puscasu pausieren konnte und Rene Jünger wieder im freien Stil aufgeboten wurde.

Zu Beginn der Begegnung musste der SRC Viernheim den Ausfall von Horst Lehr kompensieren und Finn Strohmer gegen Deniz Güvener auf die Matte schicken, der sich dann ohne Gegenwehr schultern ließ. Zur ersten ausgetragenen Partie kam es dann zwischen Attila Tamas und dem deutlich schwereren Jacek Krajewski. Atilla nutzte seine konditionelle und technische Überlegenheit aus, um einen deutlichen 10:0 Punktsieg zu erringen. Weitere drei Mannschaftspunkte konnte Ceyhun Zaidov beisteuern, der in einer intensiv geführten Begegnung seinen Gegner nicht zur aktiven Kampfgestaltung kommen ließ. Bereits zu Beginn der Partie waren sich die Verantwortlichen einig, dass besonders die ersten Kämpfe eine Schlüsselrolle im weiteren Kampfverlauf spielen könnten. Mit einem 10:0 Stand nach drei Kämpfen befand sich der KSV Schriesheim somit auf einem guten Weg den Heimsieg zu erringen. Auch in der nächsten Partie zeigte sich, dass die Mannschaftsaufstellung gut gewählt war: Rene Jünger demonstrierte ungeahnte Freistil-Finessen und besiegte seinen Gegner durch technische Überlegenheit. Erst der fünfte Kampf des Tages, sollte einige Punkte auf das Viernheimer Mannschaftskonto spülen. In einem technisch hochwertigen Kampf, musste sich Marvin Rossi in der Gewichtsklasse bis 66 kg seinem Gegner Shyukri Salimov Shyukriev 16:0 geschlagen geben. Mit einem komfortablem Vorsprung von 14:4 ging es damit in die Pause. Die zweite Hälfte wurde dann von Dzhambulat Ustaev mit einem technischen Überlegenheitssieg eingeleitet. Damit ergab sich die nahezu volle Ausbeute an Punkten durch die taktische Umstellung in den schweren Gewichtsklassen. Im nächsten Kampf standen sich Jan Steffan für den KSV Schriesheim und Pascal Hilkert gegenüber. In einer konditions- und kraftraubenden Partie, die zwei völlig ausgepumpte Kontrahenten hinterließ, konnte der Gastringer leichte Vorteile für sich erkämpfen und drei Punkte für den SRC Viernheim verbuchen. Im freien Stil bis 80 kg konnte Rahmatullah Moradi einen knappen 2:1 Punktsieg einfahren, wodurch der Heimsieg bei noch zwei ausstehenden Partien bereits jetzt in trockenen Tüchern war. Im folgenden konnte sich Dawid Wolny dabei gegen einen passiv agierenden Gegner mit 6:0 durchsetzen, während Shamil Ustaev sich im - immer noch ungewohnten klassischen Stil - mit 0:5 geschlagen geben musste.

Das überraschend klare Ergebnis von 21:9, machte Trainer Kai Dittrich nicht zuletzt an einer überragenden Mannschaftsleistung fest. Jeder Akteur konnte ein Optimum an Leistung bringen, sodass einige Kämpfe deutlicher gewonnen wurden, als zunächst angenommen. Auch alle weiteren Verantwortlichen zeigten sich begeistert von dem guten sportlichen Verlauf, sowie dem traditionellen Oktoberfest, das wieder sehr gut durch das Publikum aufgenommen wurde.