Berichte

Absolut vermeidbare Niederlage (15:13) beim KSV Rheinfelden

| Ringen

Im zweiten Mannschaftskampf mussten unsere Jungs am 11.09.2021 beim KSV Rheinfelden antreten. Der KSV Rheinfelden gilt als ausgeglichenes und homogenes Team, welches man absolut nicht unterschätzen darf. Mit seinen Top-Ringern Andrius Reisch, Kevin Kähny, Eduard Frick und Luillys Jose Perez Mora verfügen sie über absolut hochkarätige Ringer.
ABER wir wollten dort gewinnen. Jepp, mit dieser Absicht sind wir den Weg dorthin angetreten.  
Und wir waren auch in der Lage dazu, denn auch unser Team verfügt über hochkarätige Ringer und auch wir haben ein homogenes Team.
Doch Vorort während des Kampfes zeigte sich, dass die Rheinfeldener das größere Kämpferherz hatten. Jedenfalls an diesem Kampfabend.  
In den entscheidenden Kämpfen hatten sie die Nase vorne und siegten dadurch am Ende verdient. Liebe Fans, das klingt nun vielleicht so, dass unsere Jungs nicht kämpfen können, dem ist natürlich nicht so. Jedoch an diesem Kampfabend konnten 4 Ringer von uns (Asan, Caras, Moradi und Testas) einfach nicht ihre gewohnte Leistungsstärke abrufen. Dies führte entweder zu Niederlagen oder dazu, dass nicht die maximal mögliche Mannschaftspunktzahl in diesen Kämpfen erkämpft wurde. Normalerweise hätten wir aus diesen 4 Kämpfen mindestens 8 Mannschaftspunkte erzielen müssen, doch gegenteilig erzielten wir lediglich 3 Mannschaftspunkte. Somit, unter dem großen Strich, hatten wir am Ende „nur“ 13 Punkte auf unserem Konto und mussten unserem Gegner den Sieg überlassen.
Die Enttäuschung war natürlich groß und machte dem bekannten Katzenjammer Platz. Das Blöde beim Katzenjammer ist, dass er stets nach dem Ereignis kommt und umso stärker wirkt, wenn man zuschauen musste wie genau die Punkte dort verloren oder nicht erzielt wurden.
Doch vorausblickend zu unserem anstehenden ersten Heimkampf müssen alle die negativen Gefühle beiseiteschieben und sich auf Aichhalden konzentrieren, denn Aichhalden ist ebenfalls ein starker Gegner. Also Jungs, aufstehen, Krönchen richten, lächeln und weiter geht´s.
Dennoch gab es an diesem Abend auch ein paar Lichtblicke und Hoffnungsschimmer auf unserer Seite. Attila, der seit Wochen mit einem Bandscheibenvorfall zu kämpfen hat, konnte auch diese Woche wieder unter Beweis stellen, dass er nach wie vor zu den Top-Ringern gehört. Wer schon mal die Schmerzen einer solchen Verletzung gespürt hat, kann seine großartige Leistung nachvollziehen, wenn man solch einen Gegner wie Mora hat und nur super knapp verliert. Unser Wladimir zeigte auch diese Woche, dass er körperlich topfit ist und dadurch klar seinen Gegner beherrschen konnte. Virgil Munteanu kommt immer besser mit dem „Gewichtsverlust“ für seine 61 KG-Klasse zurecht und demonstrierte seine technische Stärke. Überraschungs-Ringer der letzten beiden Kämpfe ist jedoch Furkan Yildirim. Mit einem sehenswerten Kopfhüftzug wie aus dem Lehrbuch machte er nach 28 Sekunden mal einfach seinen Gegner weg. Furkan ist ein noch sehr junger Ringer, welcher die letzten Jahre leider vom Verletzungspech verfolgt war. Bislang hält alles bei ihm und wir drücken die Daumen, dass dies auch so bleibt. Ob er auch die ganz großen Gegner besiegen kann, wissen wir natürlich nicht. Doch seine beiden letzten Kontrahenten waren beide sehr gute Mannschaftsringer und beide waren gegen ihn chancenlos. Mich persönlich freut dies für ihn ungemein und ich hoffe, dass er auch kommende Woche beim ersten Heimkampf seine Leistungsstärke abrufen kann.

Mein persönlicher Kommentar zu Milad Machsudi:
Milad trägt einen großen Ringernamen, denn sein Vater ist Ali Machsudi, der in seiner Ära ein absolut hochkarätiger Ringer war. Milad, sein Sohn, betreibt den Ringsport hingegen als sein freizeitliches Vergnügen zur Köperertüchtigung. Er trainiert seit ein paar Monaten einfach bei uns mit.
Nachdem unser eigentlicher 98er-Freistilringer Marcel Fröhlich genau 4 Tage vor dem 1. Kampf gegen Hausen-Zell beschlossen hat einfach unterzutauchen und sich nicht mehr zu melden, waren wir von jetzt auf nachher in einer absoluten Notsituation. Unsere Rettung war … Milad!!!, welcher sich ohne zu zögern bereit erklärt hat der Mannschaft zu helfen, damit wir ein Team aufbieten konnten und weiter auch können. Unglücklicherweise waren seine ersten beiden Gegner Recorean aus Hausen-Zell und nun letzten Samstag Eduard Frick. Beide sind Spitzenringer und tragende Säulen ihrer Mannschaft. Doch Milad hat sich ohne zu murren in den Dienst unserer Mannschaft gestellt und trägt jede seiner Niederlagen mit der großen Anerkennung seiner Mannschaftskameraden, welche sehr genau wissen welches Opfer Milad derzeit Woche für Woche erbringt.
Ich selbst finde es unglaublich toll, dass es auch heute noch Sportler gibt, welche solche großartigen Leistungen erbringen. Milad, du hast Dir unsere und meine Achtung mehr als verdient.

Am Schluß meines Berichtes verbleibt die Vorschau auf den kommenden Samstag.
Hier ringen wir gegen den AB Aichhalden, welcher nun seit letzter Woche auch komplett steht und dadurch ein mehr als „harter Brocken“ wird. Wir werden alles geben müssen, um gegen den AB Aichhalden bestehen zu können.
Eine große Zuschauerkulisse wäre mehr als hilfreich und so bitten wir euch unsere Mannschaft tatkräftig zu unterstützen.
Bleibt gesund und uns gewogen.
Vorschau 1. Heimkampf:
KSV Schriesheim – AB Aichhalden am Samstag, den 18.09.2021 – Einlass 18.00 Uhr – Kampfbeginn 19.30 Uhr – Mehrzweckhalle Schriesheim – Eingang über KSV Halle/Bachseite.

Abteilungsleiter Ringen
Peter

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